Freude am Spielen

Klavier-Ausstellung auf 1600 m² direkt neben der Dresdner Frauenkirche.
Herzlich Willkommen im DRESDNER PIANO SALON

Hoyerswerdaer Tageblatt - Schwere Lieferung fürs Konzert

Schwere Lieferung fürs Konzert

Hoyerswerdaer Tageblatt, Ausgabe vom 02.05.2015, von Mirko Kolodziej.

Damit die Terwey-Schwestern heute in der Lausitzhalle spielen können, wurde gestern ihr Flügel hergebracht.

Hoyerswerda. Man kennt diesen Umzugskalauer: „Rechts nehme ich das Klavier. Und was soll ich mit links tragen?“ Die drei Männer vom Dresdner Piano-Salon, deren Kleintransporter am Mittag des gestrigen 1. Mai an der Laderampe der Lausitzhalle anrollte, können da allenfalls angestrengt lächeln. Sie brachten den Flügel für das heutige Konzert der Musikfesttage. „Eine halbe Tonne wird er wohl wiegen“, schätzt Transportleiter Torsten Hähne. Einen Großteil des Gewichtes macht der Rahmen aus Gusseisen aus, der die Saiten hält. Die drei Männer aus Dresden hatten also schwer zu wuchten. „Deswegen sagt man wohl auch «Tag der Arbeit»“, witzelte Torsten Rothe, Techniker in der Lausitzhalle. In deren Fundus stehen zwar drei Flügel. Aber der Vertrag mit den heutigen Konzertgästen, den Schwestern Terwey, macht eben Vorgaben. Und eine davon lautet: Philomela Terwey braucht einen Flügel mit goldener Krone und dem Namenszug des Seifhennersdorfer Klavier-Herstellers darunter. Verlangt war ein „Bechstein“.

Sanierung notwendig

Die Halle verfügt aber nur über zwei „Förster“-Flügel. Es gibt zwar tatsächlich auch einen „Bechstein“, aber er ist nicht spielbereit. „Das Instrument müsste überholt werden“, sagt Lausitzhallen-Bühnenmeister Bernd Zobel. Vor ein paar Jahren stand in einem Kostenvoranschlag die stolze Summe von zehn- bis zwölftausend Euro. Also nahm man gestern die Dienste des Piano-Salons in Anspruch. Zu dessen Service-Palette gehört auch der Verleih, in der Fachsprache Konzertgestellung genannt. Denn Flügel ist wohl nicht gleich Flügel. Auf der Webseite der Dresdener Firma steht, dort sei man sich bewusst, „wie viel von der Qualität des gestellten Instrumentes für die Veranstaltung abhängt“.

Drei- bis viermal im Jahr liefern die Mannen um Torsten Hähne also auch nach Hoyerswerda. In der Lausitzhalle haben sie es dabei vergleichsweise einfach. Nach dem Ausladen des „Bechstein“ aus dem Transporter ging es gestern mit der für immerhin 2.000 Kilogramm ausgelegten Hubbühne auf die Laderampe der Halle. Von dort waren es keine hundert Meter freier Weg bis zum Bühnenrand. Die Männer schraubten dem Piano die Beine an, polierten noch einmal das schwarze Holz sowie die 88 Tasten und schon konnte Philomela Terwey sich zur Probe ans Instrument setzen. Übermorgen wird es wieder abgeholt und nach Dresden zurückgebracht.

„Terweys Visual Classic“ beginnt heute um 19.30 Uhr in der Lausitzhalle. Eintritt: 26 Euro.

css.php