FREUDE AM SPIELEN

Klavier-Ausstellung auf 1600 m² direkt neben der Dresdner Frauenkirche.

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Sächsische Zeitung - Daniel Heyne brilliert bei Festsaal-Eröffnung

Daniel Heyne brilliert bei Festsaal-Eröffnung

Sächsische Zeitung, Ausgabe vom 01.09.2004.

Zusätzliche Stühle waren nötig, um den überaus zahlreichen Musik- und Kunstfreunden einen Sitzplatz anzubieten, die der Einladung zur Eröffnung des Festsaales des Piano-Salons in Dürrröhrsdorf-Dittersbach [am vergangenen Freitag] folgten.

Pianist Daniel Heyne verdiente seine ersten Sporen an der Musikschule Sächsische Schweiz bei Ursula Trexler, die der Veranstaltung beiwohnte und sichtlich begeistert war von Daniels hohem Können, gestaltete er doch seinen konzertanten Beitrag sehr brillant. Schon im Entree mit Bachs Präludium und Fuge As-Dur aus dem „Wohltemperierten Klavier“ beeindruckte Heyne durch kraftvolle Führung des Fugenthemas, ohne es übermäßig hart hervorzuheben und elegante Weiterführung und Umspielung des thematischen Materials.

In den „Drei Preludes“ von George Gershwin (Allegro-Andante-Allegro) musizierte der Künstler temperamentvoll, dennoch dynamisch sehr differenziert. Im langsameren Mittelstück verstand es Heyne, den Bluescharakter geschmackvoll zu betonen. Wohl jeder Besucher des Konzertes bemerkte, dass sein Spiel an Reife gewonnen hat und seine Intensität des jugendlichen „Sturm und Drang“ in ausdrucksstarke Bahnen gelenkt ist. So auch bei der Interpretation „Das große Tor von Kiew“ aus den „Bildern einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski, sehr passend zur „Weihe des Hauses“, so dass man sich zwar eine Zugabe gewünscht hatte, musikalisch jedoch „alles gesagt“ war.

Investor und Chef des Hauses Bert Kirsten, selbst erfolgreicher Klavierbaumeister, bedankte sich bei den vielen Helfern, die seine Arbeit unterstützten und dafür sorgten, dass der Festsaal in einem wunderschönen Ambiente künftig zahlreiche Musikfreunde anziehen wird. Er sprach von einem „Ergebnis liebevoller und intelligenter Arbeit“ und hatte dabei den „Quandt-Verein zur Förderung der Künste“ offensichtlich im Blickfeld. Landrat Michael Geisler wies in seinen Grußworten darauf hin, dass der Saal nach 100 Jahren nun zur Pflege und Wahrung der Kultur allen Menschen offen steht. Bürgermeister Jochen Frank unterstrich eindringlich: „Wir wollen hier vor Ort Altes bewahren und Neues gestalten, damit aus unseren Träumen Realität wird und ein Staunen unsere Gesichter belebt.“

Sechs großformatige Bilder der Naundorfer Malerin Leonore Thielemann schmücken den Saal und strahlen trotz kräftiger Farben sehr viel Wärme aus.