Freude am Spielen

Klavier-Ausstellung auf 1600 m² direkt neben der Dresdner Frauenkirche.
Herzlich Willkommen im DRESDNER PIANO SALON

Sächsische Zeitung - Optimale Wiedergabe

Optimale Wiedergabe

Sächsische Zeitung, Ausgabe vom 02.01.2008, von Peter Zacher.

Simeon ten Holts „Canto ostinato“ erklingt im Dresdner Cosel-Palais.

Gewöhnlich geht Andreas Grosse mit den Veranstaltungen seiner Reihe „Musik zwischen den Welten“ ins Kleine Haus des Staatsschauspiels oder in die Dreikönigskirche. Wenn aber, wie am Sonnabend, reine Klaviermusik gespielt wird, liegt es nahe, den Dresdner Piano-Salon zu wählen und das Konzert somit im Cosel-Palais neben der Frauenkirche stattfinden zu lassen.

Alle 150 Plätze waren besetzt, als der Dresdner Pianist Stefan Eder und sein österreichischer Kollege Johannes Wohlgenannt Zincke an zwei Flügeln den „Canto ostinato“ des Holländers Simeon ten Holt spielten. Das Werk, das schon 2004 von Stefan Eder und Sonnhild Fiebach für Dresden erstaufgeführt worden war, ist Minimal music und zugleich keine. Das heißt, dass sich Veränderungen nicht nur langsam und fast unmerklich vollziehen. Einige ereignen sich unerwartet und plötzlich. Es sind sogar ausgesprochen melodische Passagen vorhanden, aber alles unterliegt dem Primat der durch Dissonanzen geschärften Tonalität.

Ten Holt, 1923 geboren, schrieb zunächst tonal, dann seriell und kehrte schließlich zur „Tonalität nach dem Tod der Tonalität“ zurück. Die Dauer der Aufführung im Cosel-Palais, rund 85 Minuten, ist in etwa das Minimum, das der Komponist vorgesehen hat. Zudem ist „Canto ostinato“ ursprünglich für vier Tasteninstrumente konzipiert, wobei aber die Fassung für zwei Klaviere nicht etwa ein Surrogat minderer Güte darstellt, vorausgesetzt, die beiden Pianisten verfügen über hohe Qualität. Die kann Eder und Zincke vorbehaltlos bescheinigt werden. Die Kommunikation zwischen ihnen war perfekt und die Aufführung einem Optimum sehr nahe.

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