Freude am Spielen

Klavier-Ausstellung auf 1600 m² direkt neben der Dresdner Frauenkirche.
Herzlich Willkommen im DRESDNER PIANO SALON

Sächsischer Bote - Dresdner Kulturpfade: Kunst in den Galerien oder Wo das Anschauen gratis ist

Dresdner Kulturpfade: Kunst in den Galerien oder Wo das Anschauen gratis ist

Sächsischer Bote, Ausgabe vom 23.06.2009, von Tomas Petzold.

Selbstverständlich gibt es Kunst nicht speziell für den einen oder anderen, sondern grundsätzlich für jedermann. Die Frage ist, wie „offen“ sich Kunstschaufenster zeigen und welche Schwellenangst sie aufbauen.

Vor 20 Jahren wurde die Wende nicht zuletzt auch von den Künstlern ausgelöst, die ihre Arbeiten in der 10. Dresdner Bezirkskunstausstellung versammelt hatten. Und die aller vier Jahre in Dresden stattfindenden Kunstausstellungen der DDR fanden ihr Millionenpublikum u.a. deshalb, weil die Besucher nach kritischen Stimmen suchten und oftmals erregt über entsprechende Bilder diskutierten.

Leider sind die auch heute üblichen Übersichtsausstellungen in Sachsen nach zaghaften Ansätzen auf der Strecke geblieben, und es gelang ebenso nicht, eine Dresdner Kunstmesse dauerhaft zu etablieren. Wie soll man da als Kunstliebhaber den Überblick behalten?

Der monatlich erscheinende Kulturkalender für Dresden und Umgebung verzeichnet mehr als 60 kleine Galerien in der Stadt, doch leider sind zwar Öffnungszeiten, aber kaum noch aktuelle Ausstellungen angegeben. Die folgenden drei Tipps sind also in jedem Fall willkürlich und nur ein Anfang, denn diese Szene entwickelt sich immer noch weiter.

Eine Empfehlung für Einsteiger ist die Galerie Art + Form, Bautzner Straße 11. Neben Kunst werden hier zu normalen Öffnungszeiten auch andere schöne und nützliche Dinge verkauft, was eine ganz unbefangene Annäherung möglich macht. Man kann die aktuelle Ausstellung ansehen – bis 16. Juli Landschaften von Gerda Lepke, Bärbel Kuntsche, Anita Voigt-Hertrampf, Michael Klose und Peter Zaumseil – aber auch in Ruhe stöbern (ähnlich wie in einer Buchhandlung) und wird sogar zu vergleichbaren Preisen fündig. Wenn nicht, tut’s auch ein gutes Schreib- oder Zeichenpapier.

Wer nur ein Klavier kaufen will, hat dafür vielleicht keinen Blick, aber eigentlich kann man die Bilder nicht übersehen, die Sabine Aurich-Rogge in den Pianosalon Kirsten im Coselpalais An der Frauenkirche 12 gehängt hat. Außer der reizvollen Präsentation mit den Instrumenten gibt es hier das Refugium (Mo – Fr 10 bis 18 Uhr, Sa 10 bis 16 Uhr), das sich bis 22. August in einen „Verwunschenen Garten“ verwandelt hat.

Gemälde von Leonore Adler, Katrin Feist, Steffen Fischer, Katharina Leubner und Gabriele Lockstädt sowie Glasobjekte von Marion Hempel führen tatsächlich in eine stille verzauberte Welt – ein erholsamer Kontrast zum Trubel ringsum.

Eher still ist es auch in der Galerie Beyer auf der Seitenstraße, die innerhalb von zehn Jahren bereits weit über die Stadt hinaus bekannt wurde und im Herbst sogar eine Dependance in Paris eröffnet.

Beyer sucht die Begegnung der Generationen auf hohem Niveau, will bürgerliche Sammler-Kultur in Dresden wiederbeleben. Namen wie Elke Hopfe, Lothar Böhme, Wolfram Ebersbach oder Strawalde (bis 31. Juli Arbeiten in der Jubiläumsausstellung) hatten schon vor 20 Jahren einen guten Klang. Doch Beyer engagiert sich auch für junge Künstler wie die Fotografin Margret Hoppe (Jg. 1981).

Diese Galerie bietet etwas für Fortgeschrittene, aber das Schauen ist auch hier gratis (Mi bis Sa 15 bis 20 Uhr).

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