FREUDE AM SPIELEN

Klavier-Ausstellung auf 1600 m² direkt neben der Dresdner Frauenkirche.

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TOP MAGAZIN - Ein Klavier im Fluss

Ein Klavier im Fluss

TOP MAGAZIN Dresden, Ausgabe 02/2012, Juli 2012, von Regine Hauswald-Tezky.

DRESDNER PIANO SALON und PEGASUS fördern kleine Musiker

Staunend blieben Spaziergänger stehen: Am 29. April schwamm ein Floss mit einem Yamaha-Flügel auf der Elbe zwischen Johannstädter Fährgarten und Augustusbrücke. Darauf musizierten Dirk Ebersbach, Inhaber der Dresdner Tastenschule, und zwei seiner Schüler. Mit der Aktion begleiteten sie nicht nur den im Stehen paddelnden Tino Tamme bei seinem Rekordversuch über rund 1000 Kilometer ein Stück des Weges, sondern warben für die Initiative „Klaviere für Dresdner Kinder“, deren Schirmherr der bekannte Dresdener Konzertpianist Prof. Dr. Peter Rösel ist.

Ins Leben gerufen wurde diese von Klavierbaumeister Bert Kirsten vom DRESDNER PIANO SALON und Dr. Rainer Maas, Geschäftsführer der Bauträgerfirma PEGASUS Courtyard Dresden GmbH. Ihnen ist es zu verdanken, dass derzeit 23 Dresdner Nachwuchsmusiker im Alter von fünf bis neun Jahren drei Monate lang kostenfrei an einem gestellten Markenklavier daheim üben dürfen. „Den wöchentlichen Einzelunterricht für die kleinen Pianisten, ein Notenheft, eine CD und den An- und Abtransport eines Klaviers gibt es gratis dazu. Viele Kinder sind talentiert, doch oftmals fehlt den Eltern das Geld für den Unterricht und ein Instrument, mit unter leider auch der Sinn für die vielen positiven Aspekte des Erlernens eines Instrumentes. Wir können sie überzeugen und helfen“, sagt Bert Kirsten. Übrigens findet die Initiative bereits zum vierten Mal statt. Von über 1.250 Bewerbungen konnten bisher 60 Kinder die Chance nutzen.

Weltneuheit von Klavierbaumeistere Bert Kirsten

„Piano-Klimat“ heißt die Erfindung von Bert Kirsten. Viele Klaviere und Flügel nehmen trotz guter Pflege Schaden, weil die Luftfeuchtigkeit in der Umgebung nicht ideal (50 – 70%) ist. „Liegen die Werte längere Zeit darunter oder darüber, kann das u. a. zu Rissen im Resonanzboden, zur Lockerung des Stimmstocks und zur Beeinträchtigung der Mechanik führen“, sagt der Fachmann. Aufwendige Reparaturen seien die Folge. Die Funktionsweise des „Piano-Klimats“ ist einfach: Per elektronischer Steuerung wird aus einem im Resonanzkörper platzierten Wasserspender die Feuchtigkeit auf den Idealwert reguliert. Über ein Jahr hat Bert Kirsten an der Entwicklung gefeilt, sie im eigenen Hause und der Palucca-Schule gründlich getestet, bis er zufrieden war und für sie Musterschutz anmeldete. Für die Fertigung von bislang 200 Exemplaren konnte er sächsische Firmen gewinnen. „Ich schätze, dass besonders die Besitzer wertvoller Instrumente am Piano-Klimat interessiert sind. Für sie lohnt sich die Investition auf jeden Fall.“ Anderen Anwendern wie Musikschulen könnte mit Mietgeräten geholfen werden.