FREUDE AM SPIELEN

Klavier-Ausstellung auf 1600 m² direkt neben der Dresdner Frauenkirche.

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Musikschüler aus Radebeul fanden die versteckten Töne im DRESDNER PIANO SALON

Musikschüler aus Radebeul fanden die versteckten Töne im DRESDNER PIANO SALON

Dresden – 05. Februar 2014. Wo genau der Ton in Klavieren und Flügeln eigentlich versteckt ist, wollten Schülerinnen und Schüler der Musikschule Radebeul herausfinden. Dazu fuhren Sie heute Nachmittag zusammen mit Ihrer Lehrerin nach Dresden, um im DRESDNER PIANO SALON den Tönen auf die Schliche zu kommen. Klavierbaumeister Bert Kirsten unterstützte die interessierten jungen Musikerinnen und Musiker tatkräftig bei der Suche.

Mit viel Elan und großem Interesse kamen heute Nachmittag Schülerinnen und Schüler der Musikschule Radebeul aus dem Landkreis Meißen zu einer großangelegten Suchaktion in den DRESDNER PIANO SALON. Sie erhofften sich, durch die Untersuchung der vielen verschiedenen Klaviere und Flügel im Coselpalais dahinter zu kommen, wo sich die Töne in den Instrumenten verstecken, die beim Betätigen der Tasten plötzlich auftauchen und herauskommen.

Nach ersten selbständigen Ermittlungen wurde dann schließlich im Festsaal mit Hilfe von Klavierbaumeister Bert Kirsten ein Flügel genauer unter die Lupe genommen und zunächst alle Hüllen, Abdeckungen, Deckel und Klappen abgenommen und geöffnet. Dadurch erhielten alle Detektive einen freien Blick hinter die Kulissen. Dort entdeckten Sie eine dichte und erst einmal kaum durchschaubare Anordnung von Hebeln, Stößeln, Röllchen, Federn, Gelenken und Filzen, die beim Betätigen der Tasten einen kleinen Hammer gegen die Saite stoßen. Dieses sehr komplexe System galt es genauer zu untersuchen und zu verstehen.

Bert Kirsten packte dazu ein kleines Modell aus, an dem genau eine einzige Taste mit der dazugehörigen Anordnung dieser Hebel, Stößel, Röllchen, Federn, Gelenke und Filze zu sehen war und stieg damit in die Erklärung ein.

Den jungen Musikerinnen und Musikern wurde nun immer mehr bewusst, wie all diese vielen Teile, die sie entdeckt hatten, zusammenwirken und warum die Anordnung der einzelnen Komponenten gerade so gewählt wurde. Vor allem verstanden sie jetzt, warum und wie bei der Bewegung der einzelnen Teile, ausgelöst durch das Betätigen einer Taste, der Hammer an die Saiten gestoßen wird und wie dabei die Töne entstehen. Auch gelang es ihnen, den Unterschied zwischen dem Aufbau der Mechanik in einem Klaviere und in einem Flügel nachzuvollziehen.

Mit vielen Erfahrungen reicher, einem kleinen Geschenk und dem Wissen, was in einem Klavier oder Flügel alles so vor sich geht und arbeitet, um einen Ton zu erzeugen, fuhren die Schülerinnen und Schüler am Abend wieder zurück nach Radebeul.