FREUDE AM SPIELEN

Klavier-Ausstellung auf 1600 m² direkt neben der Dresdner Frauenkirche.

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Canto Ostinato (Simeon ten Holt)

Datum: 26. Dezember 2015
Uhrzeit:20:00 Uhr
Ort:Festsaal im Coselpalais
An der Frauenkirche 12
01067 Dresden
Eintritt:VVK: € 18,- bis € 22,- | AK: € 22,- bis € 26,-
Vorverkauf / Anmeldung:Tickets können im Internet über ReserviX gebucht werden.
Stefan Eder und Andreas Henkel

Nun schon zum neunten Mal in Folge erlebt dieses außergewöhnliche Konzert jeweils zum Jahreswechsel seine Aufführung im DRESNER PIANO SALON. Im Land seiner Entstehung, in Holland, ist es längst ein Kultstück geworden: Neben der vom Komponisten geschaffenen Fassung für wahlweise zwei oder vier Pianos entstanden in den vergangenen Jahren immer mehr und verschiedene Fassungen, bspw. für Saxophonquartett, für Harfe Solo und Duo, für Xylophon, Orgel u.v.a..

„Eigentlich gibt es keine Worte für diese Musik. Man kann sie nicht wie andere Musik hören; es ist überhaupt ein Erlebnis, nicht vergleichbar mit anderen Erfahrungen. Canto Ostinato ist Musik, in der man ertrinkt. Man wird transformiert. In einem tranceartigen Zustand fühlt man alles, was man fühlen kann: Hoffnung. Trauer. Glück und Angst. Der Stuhl, auf dem man sitzt, verschwindet, alles um einen herum löst sich auf. Es gibt nur diese unendliche Musik mit ihren feinen, hypnotisierenden Veränderungen, immer dann, wenn man es fast nicht mehr ertragen kann. Das ist die unerträgliche Leichtigkeit des Seins.“ | Maaike de Groot

CANTO OSTINATO  | Simeon ten Holt (Niederlande)
Stefan Eder | Grand Piano
Andreas Henkel | Grand Piano

Kurzvita des Komponisten

Der Komponist SIMEON TEN HOLT wird 1923 im Norden der Niederlande geboren. Früh zeigt er große musikalische Begabung. Bei Jakob van Dromselaer studiert er Musik. 1949 geht er nach Paris, lernt bei Arthur Honegger und Darius Milhaud. 1954 kehrt ten Holt nach Holland zurück.

Ten Holt wohnt in einem Bunker aus dem 2. Weltkrieg, der bei Flut überspült wird. Seinen Flügel muss er auf Stützen stellen, damit er nicht im Salzwasser versinkt. Und so sitzt ten Holt mitten im Meer und arbeitet an seiner Musik. Eigenwillige Stücke entstehen, ganz im Zeichen der musikalischen Avantgarde. Dann, Anfang der 70er Jahre, ändert sich sein Stil.
Er wendet sich wieder der Tonalität zu, komponiert großflächiger und harmonischer.

CANTO OSTINATO, von vielen als sein Hauptwerk bezeichnet, wird 1979 nach dreijähriger Arbeit vollendet. Deutlich sind Bezüge zur späten Romantik, aber auch zur minimal music: Die Wiederholung, das hartnäckige Wiederkehren einer musikalischen Figur, ist ein wesentliches Element.

Seinen Interpreten lässt der Komponist ein hohes Maß an individueller Freiheit: Länge und Struktur der einzelnen Teile der Komposition sind variabel angelegt, so dass das Werk bei jeder Aufführung neu entstehen kann. Dies erfordert überaus intensiv miteinander arbeitende Pianisten.

Lernen Sie Simeon ten Holt kennen auf www.simeontenholt.com sowie auf youtube.

Pressestimmen

„Das ganze Konzert atmet Lebendigkeit und Kraft; es eröffnet einen immensen inneren Raum und erinnert in vielen Passagen an den Rhythmus des Meeres, an wieder und wieder auf das Land treffende Wellen. Ein meditatives und zugleich zutiefst bewegendes Erlebnis, Musik, die intuitiv ist und elementar; ein Meisterwerk des Minimalismus, ein faszinierendes Werk, das an Schönheit gewinnt, je öfter man es hört." | 3sat | ZDF

Das Konzert

2007 spielten der in Dresden lebende Stefan Eder und der Österreicher Johannes Wohlgenannt Zincke erstmals zusammen diese Komposition. Aufführungen in den kommenden drei Jahren (u.a. auch die Erstaufführung in Österreich) sollten folgen. 2010 veröffentlichten sie ihre Interpretation auf CD.

Wegen einer Erkrankung musste Johannes Wohlgenannt-Zincke ab 2011 leider auf seine Mitwirkung verzichten. Nach einer Phase der Neuorientierung gewann Stefan Eder den ebenfalls in Dresden lebenden Pianisten Andreas Henkel. Ihre Aufführung war zum Jahreswechsel 2012 / 2013 zweimal zu hören, wobei zahlreiche Besucher in zwei ausverkauften Konzerten ihre Interpretation mit minutenlangem Beifall würdigten.

Pressestimmen zu den Dresdner Konzerten

"Im Coselpalais sorgte eine fabelhafte Interpretation zweier Pianisten für den rechten Drive des Werkes, das in den Niederlanden Kult-Charakter besitzt." | Alexander Keuk | SÄCHSISCHE ZEITUNG

"Die Kommunikation zwischen den Pianisten war perfekt und die Aufführung einem Optimum sehr nahe." | Peter Zacher | DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN