FREUDE AM SPIELEN

Klavier-Ausstellung auf 1600 m² direkt neben der Dresdner Frauenkirche.

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Melodramen der Romantik

Datum: 05. September 2015
Uhrzeit:11:00 Uhr
Ort:Festsaal im Coselpalais
An der Frauenkirche 12
01067 Dresden
Eintritt:€ 12,-
Vorverkauf / Anmeldung:DRESDNER PIANO SALON KIRSTEN
An der Frauenkirche 12
01067 Dresden
Tel.: 0351 / 49 77 28-0
Annette Jahns und Hansjacob Staemmler

Annette Jahns (Gesang und Rezitation) und Hansjacob Staemmler (Klavier) präsentieren Lieder und Melodramen von Franz Schubert, Robert Schumann, Richard Wagner, Richard Strauss, Franz Liszt nach Balladen von Emanuel Geibel, Ludwig Uhland, Nikolaus Lenau, Friedrich Hebbel und anderen.

Als „kleiner Bruder“ des Liedes war das Melodram im 19. Jahrhundert eine höchst beliebte Kunstform, die aus Konzert und Salon nicht wegzudenken war. Bezeichnet als „Balladen mit melodramatischer Pianofortebegleitung zur Declamation“ verschmelzen in ihnen Literatur und Musik in einer Weise, die dem romantischen Kunstideal in ebenso interessanter wie einzigartiger Weise nahe kommt.

Die Möglichkeiten des Melodrams weckten denn auch das Interesse der größten Komponisten: Schubert, Schumann, Liszt, Wagner, Strauss u.a. schufen Werke, in denen sie das Potential des Genres ausloteten. Insbesondere Liszt nutzte das Melodram zur Erprobung experimentelleren Komponierens. Als literarische Vorlagen dienen oft Oden oder Balladen, im Falle unseres Programms aus der Feder großer Dichter wie Heine, Goethe, Uhland, Geibel oder Hebbel.

In faszinierender Weise werden in der Verbindung mit Musik im Melodram die vergessenen Phantasiewelten der Romantik wieder lebendig.

Annette Jahns

Geb. in Dresden. 17 Jahre Mitglied im Solistenensemble der Semperoper. Seit 1999 Gast nahezu allen bedeutenden Opernhäusern Europas, bei den Bayreuther und den Salzburger Festspielen. Eigene Inszenierungen, Uraufführungen, Widmungen.

Zusammenarbeit mit bedeutenden Regisseuren wie R. Berghaus, P. Bausch, J. Herz, P. Konwitschny, R. Wilson und Dirigenten wie G. Sinopoli, C. Eschenbach, J. Tate, Sir C. Davis und F. Luisi.

An der MHS Dresden Lehrauftrag für Szenenstudium und Improvisation. 1987 Kritikerpreis der Stadt Berlin und 1995 Kunstpreis der Stadt Dresden. Seit 2000 ist sie ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste.

Hansjacob Staemmler

Geb. in Nordhausen. Musikalische Ausbildung bei Prof. g. Sava an der MHS „Hanns Eisler“ in Berlin. Meisterkurse u. a. bei D. Barenboim und M. Pressler. (Auszeichnungen bei Wettbewerben (u. a. Bremen, Berlin, Preis des Deutschen Musikwettbewerbs).

2005 Bundesauswahl Konzerte junger Künstler. Konzerttätigkeit (Solist und Kammermusiker) in europäischen Ländern (u. a. Berliner Philharmonie, Musikverein Wien, Berliner Staatsoper, Meistersingerhalle Nürnberg). Rundfunk- und CD-Aufnahmen. Seit 2009 Dozent an der MHS Freiburg.

Programm

Franz Schubert (1797-1828)
Gute Nacht     (aus Winterreise) op. 89, Wilhelm Müller
Melodram     Abschied von der Erde  D 829, Text von Adolf von Protebevera

Robert Schumann (1810-1856)
Zwielicht     op. 39, Eichendorff
Melodram     Ballade vom Haideknaben op. 122, I
Aus alten Märchen winkt es     op. 42, Heinrich Heine
Melodram     Schön Hedwig  Ballade nach Friedrich Hebbel op.106

Richard Strauss  (1864-1949)
Die Nacht     op.10 Nr.3 , Hermann v. Gilm
Melodram     Das Schloss am Meere  Melodram nach Ludwig Uhland

- - - Pause - - -

Richard Wagner (1813 – 1883)
Im Treibhause     nach einem Gedicht von Mathilde von Wesendonk
Melodram     Ach neige du Schmerzensreiche aus sieben Compositionen zu Goethes
Faust op. 5

Franz Liszt  (1811-1886)
Melodram     Der traurige Mönch     Ballade von Nikolaus Lenau
Melodram Leonore     Ballade von Gottfried August Bürger

Edvard Grieg (1843 – 1907)
Jägerlied     op. 4 Nr. 4, Ludwig Uhland

Carl Reinecke (1824 – 1910
Melodram     Der weiße Hirsch op.111, 3 nach Ludwig Uhland