FREUDE AM SPIELEN

Klavier-Ausstellung auf 1600 m² direkt neben der Dresdner Frauenkirche.

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Sonderkonzert des Festivals Frei Improvisierter Musik Dresden 2013

Datum: 22. November 2013
Uhrzeit:20:00 Uhr
Ort:Festsaal im Coselpalais
An der Frauenkirche 12
01067 Dresden
Eintritt:€ 15,- / erm. € 10,-
Vorverkauf / Anmeldung:DRESDNER PIANO SALON KIRSTEN
An der Frauenkirche 12
01067 Dresden
Tel.: 0351 / 49 77 28-20
Günter Heinz

Ein Konzert mit Günter Heinz (Dresden) - Posaune, Flöte und Veryan Weston (London) - Klavier.

Das Festival wird gefördert von der Landeshauptstadt Dresden - Amt für Kultur und Denkmalschutz und der Ostsächsischen Sparkasse Dresden

Requiem

Stefano Maderno - Santa Cecilia muerta (in Trastevere)

Während in der Zeit der Wiener Klassik das Requiem noch die Funktion einer musikalischen Begleitung des Gottesdienstes hatte (z.B. bei Mozart und Cherubini), waren spätere Requiem-Vertonungen häufig für den Konzertsaal konzipiert (z.B. bei Berlioz). In seinem Deutschen Requiem erweiterte Johannes Brahms den Begriff der Requiem-Komposition, indem er nicht die Texte der katholischen Liturgie verwendete, sondern frei gewählte Texte aus der Lutherbibel.

In der zeitgenössischen Musik finden sich zahlreiche Kompositionen, in denen der Gedanken des Requiems aufgriffen wird um bestimmte geschichtliche oder auch biografische Geschehnisse zu reflektieren, so z.B. von Benjamin Britten, Rudolf Mauersberger, Boris Blacher, Krzystof Penderecki und Bernd Alois Zimmermann.

Günter Heinz und Veryan Weston, beide als Komponisten und Interpreten (häufig ihrer eigenen Musik) tätig und mit den Erfahrungen des ambitionierten Jazz ausgerüstet, nähern sich in ihrem Requiem-Projekt dem ursprünglichen Requiem-Gedanken, indem sie Elemente der gregorianischen Missa pro defunctis aufnehmen und mittels der Methode des „instant composing“ in ihre Klangsprache einbinden. Wie Hans Werner Henze in seinem Requiem verwenden sie keinen gesungenen Text, sie vertrauen darauf, dass ihre Klänge die Gedanken und das Fühlen der Zuhörer auf vielfältige Weise bewegen.

Das Konzert im Coselpalais findet am Cecilientag des Jahres 2013 statt. Dieser Tag ist benannt nach der heiligen Cecilia, einer frühchristlichen Märtyrin, die als Patronin der Kirchenmusik und insbesondere des Orgelspiels gilt. Anlässlich diesen Tages fanden im 17. und 18. Jahrhundert häufig Musikfeste statt, für die bedeutende Kompositionen entstanden, so u.a. von G.F.Händel und H.Purcell.

Günter Heinz und Veryan Weston konzertieren seit 2007 gemeinsam (häufig in Kirchen und mit Orgel), ein Höhepunkt war sicherlich die Uraufführung ihrer Konzert-Installation „Tessellations“ beim Bachfest im Freiberger Dom, gemeinsam mit dem Domorganisten Christian Skobowsky.